Neues Jahr. Neue Vorsätze. Altes Ergebnis?
Damit neue Vorsätze endlich gelingen
Kaum ist das neue Jahr da, hört man sie wieder: „Dieses Jahr mache ich es wirklich!“ Mehr Ruhe. Weniger Stress. Gesünder leben. Endlich mehr Zeit für sich und die Liebsten. Die guten Vorsätze gehören zum Jahreswechsel wie Feuerwerk und Mitternachtsschnittchen. Doch spätestens im Februar haben viele schon wieder aufgegeben. Warum ist das so?
Gute Vorsätze sind kein modernes Phänomen. Schon vor über 4 000 Jahren beim Babylonischen Neujahr gelobten Menschen Veränderungen, in der Hoffnung auf ein gutes Jahr. Auch die Römer huldigten dem Jahresanfang als symbolischem Neubeginn, benannt nach dem zweigesichtigen Gott Janus, der nach vorne und zurück blickt.
Das Jahreswechsel-Ritual, sich Ziele zu setzen, hat sich bis heute gehalten. Und mit ihm die Hoffnung auf einen echten Neubeginn.
Die Themen, mit denen Menschen ins neue Jahr starten, sind erstaunlich konstant und irgendwie doch im Wandel.
Top-Vorsätze 2026 (Deutschland)
Laut einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK:
- 62 % wollen mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen
- 61 % Stress abbauen bzw. vermeiden
- 57 % mehr Bewegung/Sport
- 52 % mehr Zeit für sich selbst
- 52 % gesündere Ernährung
Traditionelle Klassiker wie Sport, gesünder essen oder weniger Stress stehen weiterhin hoch im Kurs. Andere Umfragen zeigen ähnliche Dauerbrenner. Mehr Geld sparen, gesünder leben oder abnehmen werden regelmäßig genannt in Statista-Umfragen. Interessant ist, dass längst nicht alle Deutschen überhaupt Vorsätze für das neue Jahr haben. Rund 40 % verzichten ganz darauf, während diejenigen, die sich etwas vornehmen, ihre Ziele oft ernst nehmen.
So gut die Vorsätze gemeint sind, die Realität sieht oft anders aus:
Statistiken aus verschiedenen Erhebungen zeigen:
- Viele Vorsätze brechen schon nach wenigen Wochen auseinander. Oft schon vor Ende des Januars.
- Traditionelle Daten belegen, dass nur ein relativ kleiner Teil der Vorsätze das ganze Jahr über Bestand hat.
- Laut DAK-Erhebung halten immerhin etwa zwei Drittel der Deutschen ihre Vorsätze mehr als drei Monate lang. Ein Rekord in den letzten Jahren.
Das heißt aber auch. Viele Menschen geben innerhalb der ersten Monate wieder auf. Oft noch bevor eine neue Gewohnheit wirklich etabliert ist.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für einen inneren Vorsatz mit nachhaltiger Wirkung ist Viktor E. Frankl, Neurologe, Psychiater und Begründer der Logotherapie. Während seiner Zeit in mehreren Konzentrationslagern fasste Frankl keinen klassischen „Neujahrsvorsatz“. Doch er traf eine innere Entscheidung, die sein ganzes weiteres Leben prägen sollte: „Der Mensch kann sich selbst unter extremsten Bedingungen innerlich treu bleiben und seine Haltung wählen.“
Dieser innere Vorsatz Sinn zu finden, selbst im Leid, war kein oberflächlicher Gedanke. Er war tief verankert, identitätsstiftend und emotional getragen. Nach dem Krieg führte genau diese innere Haltung zur Entwicklung einer Therapieform, die bis heute Millionen Menschen hilft. Frankls Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass echte Veränderung nicht durch äußeren Druck oder reine Disziplin entsteht, sondern durch eine innere Ausrichtung, die auf einer tiefen Ebene verankert ist. Denn oft scheitern Neujahrsvorsätze nicht an mangelnder Disziplin, sondern an dem Umstand, dass sie nur oberflächlich auf der bewussten Ebene existieren, während unser Unterbewusstsein weiterhin die alten Muster steuert.
Unser Alltag wird zu einem großen Teil von unbewussten Gewohnheiten geprägt:
- automatische Reaktionen auf Stress
- alte Glaubenssätze
- tief gewachsene Routinen
Der bewusste Wille kämpft dann gegen diese Mechanismen an und verliert meist, weil Willenskraft allein nicht ausreicht.
Hier kann Hypnose einen Unterschied machen. Hypnose wirkt nicht gegen das Unterbewusstsein, sondern mit ihm. Anstatt gegen alte Muster anzukämpfen, werden sie verstanden, entschärft und neu verknüpft. Dadurch können Vorsätze nicht nur als bewusster Wunsch bestehen bleiben, sondern tief im Inneren verankert werden. Die Basis, auf der echte Gewohnheiten entstehen. Hypnose hilft, aus guten Vorsätzen nachhaltige Veränderungen zu machen, indem sie da ansetzt, wo wirkliche Veränderung beginnt.
Wenn du spürst, dass gute Vorsätze bei dir immer wieder an denselben Stellen scheitern, könnte es hilfreich sein, eine Ebene tiefer zu schauen. Denn manchmal braucht Veränderung keine neue Disziplin, sondern einen neuen Zugang.
Veränderung darf leicht beginnen. Wenn du neugierig bist, ob Hypnose dich auf deinem Weg unterstützen kann, findest du bei mir weitere Informationen.
In diesem Sinne wünsche ich dir ein glückliches neues Jahr mit vielen schönen Momenten, und dass du deine Vorsätze in die Tat umsetzen kannst.
Vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße,
Richard
P. S. Die maskuline Schreibweise dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit. Angesprochen sind selbstverständlich immer alle Geschlechter.








